Wenn einer eine Reise tut

Wenn einer eine Reise tut

Eines der Kernelemente von BNI ist dessen Internationalität. Also die Möglichkeit sich weltweit mit anderen Unternehmern zum Frühstück zu treffen, Netzwerkmöglichkeiten zu ventilieren und sich geschäftlich auszutauschen. So manche Zusammenarbeit oder neue Kontakte sind daraus bereits entstanden.

Wie sehr das in der Praxis funktioniert, wollte ich heuer im kleinen Rahmen ausprobieren. Selbst Direktor im Unternehmerteam NIKE in Krems an der Donau, war es mein Ziel, so viele Besuche in Niederösterreich wie möglich zu machen.

Hier ein kleiner Auszug:

Besuch 1: Zorro, Vösendorf
Im Vergleich zu uns ein sehr großes Unternehmernetzwerk, das mit 8 Jahren knapp doppelt so lange besteht, als unser eigenes. Die Location: ein Businesshotel mit dem Charme eines Businesshotels eben. Ich wurde, wie erwartet, sehr freundlich empfangen und sogleich der Direktorin vorgestellt. Alles andere hat dann seinen gewohnten Lauf genommen und ich konnte mich als Besucher (als Mitglied ist man ja kein „echter“ Besucher) ebenfalls 60 Sekunden lang vorstellen. Als Highlight ist hier zu nennen, dass das Unternehmerteam eine Woche zuvor einen Besuchertag zum Thema „Mobilität“ veranstaltet hat und dort fast 20 Besucher gekommen sind. Unmittelbares Ergebnis waren einige Interessierte, die Mitglied werden wollten. Nach dem Meeting fanden ein paar interessante Gespräche statt, die durchaus zu neuen Geschäfts- aber auch Kundenkontakten führen könnten. Meine Einladung nach Krems sprach ich am Ende gerne aus.

Besuch 2: Wiesel, Purgstall
Die Gegend rund um Purgstall mitten in Niederösterreich ist schon von Natur aus ein Hingucker und lädt zum Verweilen ein. Als ich dann die Location betrat – eine alte topmodern umgebaute Scheune – wusste ich, was die Location zum Gesamterlebnis BNI beitragen kann – sehr, sehr viel. Der Empfang war ausgesprochen herzlich und der Ablauf gewohnt professionell. Auch waren hier erstaunlich viele Besucher, was daran liegen mag, dass die Unternehmergruppe erst vor einem Jahr gegründet wurde und in der Umgebung sehr viel „Lärm“ gemacht wurde. Daher ist das Interesse dabei zu sein auch sehr groß.

Besuch 3: Primus, Tulln
Primus ist sozusagen der Grund, warum ich bei BNI bin. Hier ist ein langjähriger Kunde von mir Mitglied. Er hat mich vor 2 Jahren als Besucher eingeladen, nur konnte ich damals aus beruflichen Gründen noch nicht Mitglied werden. Als die Zeit kam, flammte Widerstand im Unternehmernetzwerk auf, da es Überschneidungen mit einem Mitglied gab. Auch ein Einigungsversuch half hier nichts. Glücklicherweise bot sich dann eine Gelegenheit in Krems, die ich ergriffen habe. Das Unternehmernetzwerk Primus selbst hat mittlerweile seine Location geändert und ist in eine modernere Umgebung umgezogen. Am Spaß und dem Miteinander mangelt es in diesem Unternehmerteam aber keinesfalls. Führungsteam und Mitglieder bilden eine optimale Erfolgssymbiose.

Besuch 4: Lichtbogen, Waidhofen/Ybbs
Der Besuch in Waidhofen war ein besonderer. Zum einen realisierte ich damit einen Gegenbesuch, da uns ein dortiges Mitglied in Krems besucht hatte. Zum anderen konnte ich hier meine ersten beiden gruppen-übergreifenden externen Empfehlungen aussprechen (siehe dazu meinen Blogpost „Gesucht-Gefunden-Empfohlen“). Bei diesem Besuch habe ich selbst eine „echte“ Besucherin mitgebracht, die sich für BNI interessiert und einmal ein großes Unternehmerteam ansehen wollte. Es war eine wunderbare Stimmung und trotz der hohen Mitgliederanzahl ein sehr diszipliniertes und zeitlich gut abgestimmtes Meeting. Das liegt dort am Führungsteam, das zu keiner Sekunde den Ablauf aus der Hand gibt. Ich nutzte sowohl die Hin- als auch die Rückfahrt, um die Besucherin von den Vorzügen von BNI zu überzeugen und habe das Gefühl, dass BNI ein neues Mitglied bekommt.

Besuch 5: Fagus, Hamburg
Nach so viel Österreich wollte ich aber unbedingt wissen, wie das im angrenzenden Ausland funktioniert. Kurzerhand nutzte ich die Gelegenheit unseres Hamburg-Urlaubs zu einem Besuch im Unternehmernetzwerk Fagus. Ich meldete mich über die BNI-Unternehmerdatenbank an und erhielt auch prompt vom Gruppendirektor die Rückbestätigung und die Antwort, dass ich herzlich willkommen sei. Hamburg ist eine tolle und pulsierende Stadt und das Unternehmernetzwerk hat seinen Sitz direkt an der Außenalster in einem renommierten Ruder- und Jachtclub – Mensch, was willst du mehr! Der Empfang war besonders herzlich, was auch an der Liebenswürdigkeit der Hamburger liegt. Ja, die sind nicht so steif und kühl, wie man ihnen gerne nachsagt. Es war zwar ein durch die Urlaubssituation von Abwesenheiten geprägtes Frühstück, aber auch hier ein toller Mix aus Spaß und Professionalität.

Mein Fazit

Ich war zwar nicht international unterwegs, aber der BNI-Gedanke ist überall der gleiche – mal mehr, mal weniger spürbar – und die Aufnahme erfolgte überall sehr positiv. Mitgenommen habe ich und das möchte ich mit allen Lesern teilen:

  • Du wirst überall auf Augenhöhe empfangen und sehr rasch integriert

  • BNI bietet speziell jenen Mitgliedern, die ihren Aktionsradius erweitern wollen oder müssen, ein wunderbares Umfeld

  • Die Location trägt in den meisten Fällen entscheidend zum Eindruck des Besuchers bei – das war klar – hebt aber auch für die Mitglieder die Wertigkeit ihrer Mitgliedschaft

  • Die Abläufe sind tatsächlich überall die gleichen, sie variieren maximal zeitlich in Abhängigkeit von der Teamgröße

  • Dem Führungsteam kommt überall eine sehr wichtige Rolle zu. Es führt und lenkt und sorgt für die notwendige Abwechslung.

  • Was der Einzelne daraus macht, ist letzten Endes aber eigenes Geschick

Tipp: Wer dazu eine wirklich internationale Geschichte sehen will, dem lege ich den Bericht von Filmemacher Oliver Lozano „Mit BNI um die Welt“ ans Herz.

Ich kann nur jedem empfehlen, die Möglichkeiten von BNI zu nutzen, andere Unternehmernetzwerke zu besuchen und den Gedanken des Empfehlungsmarketings in sich wirken und wachsen zu lassen. Man wird in den meisten Fällen mit neuen Freunden und Geschäftskontakten heimkehren und unter Umständen auch neue Aufträge bekommen und seinen Umsatz steigern können.

Denn: Wir ändern die Art und Weise, wie auf der Welt Geschäfte gemacht werden!!!

Über den Autor

Christian Schrofler

Mag. (FH) Christian Schrofler ist selbständiger Marketing- und Kommunikationsberater in Krems/Niederösterreich. Er hat an der Fachhochschule Wien Kommunikationswirtschaft studiert, ist Marketing- und Multimedia-Coach und diplomierter Social-Media Manager. Vor der Gründung seines Beratungsunternehmens REALIZING-IDEAS war er 15 Jahre im VA TECH Konzern und zuletzt 9 Jahre bei Voith Paper tätig. Seit November 2014 ist er Präsident des VIKOM, Verband für integrierte Kommunikation.