Lebenslanges Lernen im Beruf

Lebenslanges Lernen im Beruf

24.04.2017 Walter Stuber

„Ausgelernt“ gibt es bei mir nicht! Lebenslanges Lernen gehört für mich im Berufsleben dazu.

Wenn ich die Begriffe „Ausbildung“ und „Fortbildung“ höre, muss ich unweigerlich schmunzeln. Sofort denke ich an den „Überlebensberater“ und Referenten Johannes Warth. In seinen Vorträgen spielt er genau mit diesen Begriffen und gibt ihnen neue Bedeutungen.

Er spricht vom „Aus- und Fort- der Bildung“ und meint, dass für manche Menschen mit dem Besuch eines Seminars ein Themenkomplex oder sogar die Bildung schlechthin „erledigt“ wären. Warth bevorzugt das Wort „Weiter-Bildung“ im Sinne von lebenslangem Lernen!

Spätzünder in Sachen Bildung

Das sehe ich heute genauso. Allerdings kam meine Begeisterung für Weiterbildung erst spät. Bis zu meinem 27. Lebensjahr hatte ich gerade mal drei Bücher gelesen. Aber dann war es, als ob jemand einen Schalter umgelegt hatte und ich wurde plötzlich ein „Gern-Leser“. Damit kam auch der Wunsch, immer weiter zu lernen. Wer hätte das von mir in der Schule gedacht? Keiner! Ich habe mich durch die Schulzeit regelrecht durchgequält.

Deshalb habe ich auch kein Abitur gemacht. Natürlich würde ich heute jedem jungen Menschen, der später mal eine Führungsposition anstrebt, zu einem guten Schulabschluss raten. Das ist eine gute Grundlage. Aber meine Erfahrung ist, dass gute Schulbildung allein nicht reicht, um ein erfolgreicher Unternehmer zu werden. Das zeigt eindrücklich dieser Artikel.

Weiterbildung als Schlüssel zum Erfolg

Viele sehr erfolgreiche Unternehmer waren in der Schule schlecht, z.B. Mark Zuckerberg, Bill Gates und Steve Jobs. Dennoch haben sie beruflich viel geschafft. Das zeigt, dass beruflicher Erfolg von weiteren Faktoren abhängt. Einer ist für mich die Weiterbildung!

Deshalb investiere ich dafür viel Zeit und Geld. Ich besuche unterschiedlichste Seminare: Fachspezifisches zum Gerüstbau, Marketing, Geschäftsführung, aber auch zu Themen, bei denen ich mich persönlich weiterentwickeln kann. Zum Beispiel habe ich bei einer Weiterbildung gelernt, wie ich aus dem Stehgreif Vorträge halten kann. Früher war das gar nicht meine Stärke. Nun macht mir das keine Mühe mehr.

„Know-how“ auch für Mitarbeiter ermöglichen

Ich habe festgestellt, dass sich leider viele potentielle Führungskräfte erst hochklassige Seminare leisten können, wenn sie bereits eine gut bezahlte Stelle haben. Aber zum Glück gibt es auch Arbeitgeber, denen es wichtig ist, dass ihre Mitarbeiter das gleiche fundierte, unternehmerische Wissen wie sie selbst haben und ermöglichen Fortbildungen oder finanzieren diese sogar. Damit teilt ein Chef seine Kenntnisse – und manchmal auch sein Geld.

Denn Mitarbeiter mit viel „Know-how“ kann man nur halten, wenn sie entsprechend bezahlt werden. Aber was ist dabei, wenn ein Mitarbeiter mehr auf seinem Lohnzettel stehen hat als der Chef? Der hat schließlich noch das Unternehmen und den Gewinn. Ich denke: eine gut ausgebildete Führungskraft, die im Sinne des Unternehmens denkt und handelt, auf die man sich 100% verlassen kann, ist ohnehin unbezahlbar!

Meine Entdeckung: Weiterbildung in den Alltag integrieren

Aber nicht nur durch Tagungen und Seminaren kann ich mich qualifizieren. Ich habe entdeckt, dass ich mitten im Alltag mein Wissen erweitern kann! Ich höre bei allen Autofahrten Hörbücher zu Fachthemen z.B. über „richtiges Netzwerken“ von Gunther Verleger oder Ralf Hartmanns „Empfehlungsmarketing“ von der Empfehlungsakademie.

Außerdem lese ich in jeder freien Minute: unterschiedliche Blogs, aber auch Fachbücher, wie zum Beispiel „Die Chef-Falle“ von Jörg Knoblauch oder ich höre ausgewählte Podcasts.

Kompetenz braucht Wissen

In unserer schnelllebigen Zeit der Digitalisierung muss ich rechtzeitig die Weichen stellen, damit es für mein Unternehmen bestens weitergeht und unsere Kunden weiterhin zufrieden sind. Das geht nur mit einer sehr guten Kenntnis des Marktes und der zukünftigen, technischen Entwicklungen.

Deshalb ist für mich ständige Weiterbildung ein Muss, wenn ich erfolgreich mein Unternehmen leiten will. Lernen ist für mich heute keine unangenehme Pflicht, sondern Leidenschaft. „Ausgelernt“ gibt es bei mir nicht! Lebenslanges Lernen macht das Leben spannend!

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Über den Autor

Walter Stuber

Walter Stuber ist seit 37 Jahren in der Gerüstbau-Branche tätig und heute Unternehmer als Mitgesellschafter und Geschäftsführer der Gemeinhardt Gerüstbau Service GmbH in Roßwein mit Niederlassungen in Braunschweig und Frankfurt/Main. Er schreibt zurzeit an 7 Blogs z. B. www.walter-stuber.de, seiner persönlichen FB-Seite, und an 5 weiteren Fan-Seiten von Facebook.