BNI ist mehr als ein Frühstückstreffen von 7 bis 8:30 Uhr

BNI ist mehr als ein Frühstückstreffen von 7 bis 8:30 Uhr

18.09.2015 Götz Müller

Was meine ich damit? Natürlich findet das BNI-Frühstück in Deutschland, Österreich und der Schweiz immer von 7 bis 8:30 Uhr statt. Empfehlungen, neue Kontakte und potenzielle Geschäfte findet man aber nicht nur in dieser Zeitspanne.

In diesem Artikel soll es aber um eine anderen Aspekt außerhalb des wöchentlich stattfindenden Frühstücks gehen. Es geht dabei um Events, die vom Eventkoordinator organisiert werden. Dabei kommt immer mal wieder die Frage auf, ob dazu auch Nicht- oder Ex-Mitglieder eingeladen werden sollen. Meiner Meinung nach hängt das von der Art des Events ab.

Wie kann man den Teilnehmerkreis am besten festlegen?

Es gibt Events, bei denen die Location oder eine Veranstaltung im Vordergrund stehen, bspw. gemeinsame Theaterbesuche oder Ähnliches. Dort steht nicht die Kommunikation zwischen den Mitgliedern im Vordergrund. Dann können auch Nicht-Mitglieder dazukommen.

Wenn allerdings die Kommunikation zwischen den Mitgliedern im Vordergrund steht, bspw. bei Stammtischen, ist in meinen Augen die Anwesenheit speziell von Ex-Mitgliedern unpassend, auf jeden Fall, wenn die betreffende Branche schon wieder besetzt ist. Lebenspartner sind dagegen bei Stammtischen willkommen, weil sich dadurch die Kontaktkreise vergrößern. Und wenn wir Männer ehrlich sind, sind unsere Frauen oft die besseren Netzwerker.

Nicht-Mitglieder können zum Beispiel bei Abendveranstaltungen wie BNI19 den Kreis der Teilnehmer angenehm erweitern. Daraus können gute Möglichkeiten zur zwanglosen Vorstellung und neue Geschäftskontakte entstehen, die vielleicht im Rahmen eines Frühstück aus Zeit- oder Termingründen so nicht bestanden hätten.

Grundsätzlich können ein paar einfache Fragen zur Entscheidungsgrundlage heranzogen werden, um den Teilnehmerkreis für eine Veranstaltung festzulegen.

  • Soll die Bindung zwischen den Mitgliedern gefestigt werden?

  • Welche Kommunikationsmöglichkeiten bestehen bei der Veranstaltung?

  • Sollen die Kontaktkreise des Chapters vergrößert werden?

  • Wie werden Nicht-Mitglieder ins Netzwerken eingebunden, die evtl. noch keine BNI-Vorerfahrung haben? Könnten sich diese als Außenstehende fühlen?

  • Welche Folgen ergeben sich durch die Anwesenheit von Ex-Mitgliedern? Ist deren Branche im Chapter schon wieder besetzt?

  • Welche Randbedingungen und Möglichkeiten ergeben sich durch die Art der Veranstaltung?

  • Was ist der grundsätzliche Zweck der Veranstaltung?

Durch die bewusste Reflexion dieser Fragen ergeben sich dann in der Regel auch klare Antworten auf die Frage nach den Teilnehmern über den Mitgliederkreis des Unternehmerteams hinaus, bezogen auf eine spezifische Veranstaltung. Außerdem ist dadurch eine ausgewogene Mischung bei der Art der Veranstaltungen möglich.

Über den Autor

Götz Müller

Götz Müller ist seit 2009 Gründungsmitglied des BNI-Chapters POLLUX in Waiblingen im Rems-Murr-Kreis, nordöstlich von Stuttgart. Er hat schon viele Rollen in seinem Chapter innegehabt, vom Gründungs-Chapter-Direktor über diverse Amtsperioden als Besucherbetreuer und im Mitgliederausschuss bis zum Mitgliederkoordinator. Er hat über fünf Jahre lang drei BNI-Chapter im Kreis Ludwigsburg betreut.